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In Memoriam

Wir gedenken all unserer treuen Freunde und Helfer,
die uns für immer verlassen haben

In Memoriam Horst Henne

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Dick Nijhof

Dick Nijhof (1946-2013), internationaler FEI Springrichter, Sprecher, Reitkommentator und Vorstandsmitglied der KNF (Royal Dutch Federation for Rural Riders) die zum Royal Dutch Equestrian Federation (KNHS) führte, verstarb am 21. August 2013 in Enschede nach langer Krankheit.

Dick Nijhoff

Dick Nijhof, internationaler FEI Richter, Sprecher, Kommentator und Vorstandsmitglied des KNF verstarb am 21. August 2013 © Jacob Melissen/FEI

Seine einzigartige Stimme als Turniersprecher ist den Zuschauern auf der ganzen Welt seit den 1990ern wohl bekannt. Seine Sternstunde als Sprecher war das FEI World Cup™ Jumping Final bei den Indoor Brabant in ’s-Hertogenbosch (NED) im Jahr 1994, wo sein Landsmann und nun siebenfacher Olympiateilnehmer Jos Lansink den Sieg holte. Bis zuletzt war er den Zuschauern des Sports Networks Eurosport bekannt als Kommentator der wöchentlichen „Wednesday Selection“.

Dick Nijhof startete seine Karriere als FEI Springrichter 1994. Nur zwei Jahre später wurde er internationaler FEI Richter Level 3 und wurde Ground Jury Präsident, Mitglied und ausländischer Richter bei vielen Turnieren auf der ganzen Welt. So auch über viele Jahre hinweg als FEI-Beauftragter beim S&G Goldstadt Cup in Pforzheim.

„Die KNHS ist Dick Nijhof sehr dankbar für seine Eigeninitiative und sein Vorausdenken um den Reitsport weiterzuentwickeln. Er war sehr loyal und passioniert und sein Verlust wird in vielen Bereichen des Reitsports zu spüren sein“, so Theo Ploegmakers, Vorsitzender der Royal Dutch Equestrian Federation.

„Dick Nijhof entsprach seiner Rolle als internationaler FEI Level 3 Springrichter tadellos dank seiner sicheren und beständigen Erscheinung und seiner großen Kenntnis des Sports“, meinte John Roche, FEI Director of Jumping and Stewarding, „Seine langjährige Hingabe zum Reitsport war bekannt und seine Stimme war ebenfalls vielen tausenden Menschen bei Turnieren auf der ganzen Welt und im Fernsehen vertraut. Viele werden ihn vermissen.“

Die FEI wie auch das gesamte Team um den S&G Goldstadt Cup drückt seiner Familie und seinen Freunden, der Royal Dutch Equestrian Federation und der gesamten Reitgemeinschaft ihr tief empfundenes Beileid aus. (GSC/FEI)

Dr. Alexander „Sascha“ Didczuhn

Dr. Alexander Didczuhn tödlich verunglückt: In der bayerischen Pferdeszene war Dr. Alexander Didczuhn seit Jahrzehnten als Reiter, Richter und Parcoursbauer bekannt und geschätzt. Jetzt ist der Jurist am 23. März 2014 in Österreich ums Leben gekommen.

Sascha-D

Alexander „Sascha“ Didczuhn kurz vor einer Siegerehrung beim S&G Goldstadt Cup

Seine Liebe zum Wintersport wurde ihm zum Verhängnis: Trotz einer Lawinenwarnung der Stufe vier war der ortskundige „Sascha“ Didczuhn, der in der Gegend seinen Zweitwohnsitz hatte, auf dem Gamskogel im Skigebiet Zauchensee unterwegs. Der 60-jährige Münchner wurde laut „merkur online“ bei der Skitour im Salzburger Pongau in etwa 2000m Höhe von einer Lawine verschüttet. Seine Leiche wurde fast zwei Meter unter der Schneeoberfläche gefunden.

Der Leitende Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen war unter anderem 2. Vorsitzender des Pferdesportverbandes Oberbayern und langjähriger Organisator des FRB-Generationenderbys. Erst im vergangenen November war er in der Münchner Olympiahalle im Rahmen der Munich Indoors von Veranstalter Volker Wulff für sein großes Engagement um diese Veranstaltung ausgezeichnet worden. Seit vielen Jahren war er darüber hinaus als internationaler Richter beim CSI3* in Pforzheim tätig. Das gesamte Team um den S&G Goldstadt Cup bekundet den Angehörigen von Sascha Didczuhn sein tief empfundenes Beileid. (GSC/RRI/BAYERNS 12/13).

Liane Wallmeier 

FEI-Stewardess Liane Wallmeier plötzlich verstorben: Liane Wallmeier war zusammen mit ihrem Mann Hans (besser bekannt als „Hansi“) ein Gesicht, das zu den internationalen Turnieren in Deutschland fest dazu gehörte. So auch seit vielen Jahren zum Pforzheimer S&G Goldstadt Cup. Noch Ende April war Liane Wallmeier in Hagen bei den Horses & Dreams im Einsatz gewesen. Nun ist sie am 21.05.2014 unerwartet gestorben.

Hansi und Liane Wallmeier

Hansi und Liane Wallmeier im Einsatz als Stewards bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen © www.toffi-images.de

Als Hansi Wallmeier sie am Mittwoch im eigenen Heim in Bünde wecken wollte zur Fahrt zu einem befreundeten Ehepaar wegen Feier deren 45. Hochzeittags, rührte sie sich nicht mehr. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen und bemerken, er habe selten einen toten Menschen mit einem derart freundlichen Gesicht gesehen. Liane Wallmeier, geborene Weitkamp, aufgewachsen in einer Pferdefamilie, ist nach Angabe des Arztes nachts friedlich eingeschlafen.

Liane Wallmeier, die selbst resolut und charmant als Steward auf Turnieren arbeitete, wurde nur 63 Jahre alt. Sie sagte wenige Tage vor ihrem Tod noch, eigentlich müsste sie sich selbst mal wieder untersuchen lassen. Vor Jahren waren ihr nämlich Bypässe eingesetzt worden. Doch im Moment könne sie nicht, sie dürfe Hansi nicht allein lassen. Im Januar war Hansi Wallmeier acht Stunden wegen Erkrankung der Bauchspeicheldrüse operiert worden. Noch in Hagen hatte sich Liane Wallmeier gefreut erzählen zu können, dass es ihrem Mann zwischenzeitlich wieder besser geht.

Liane Weitkamp und Hansi Wallmeier galten als das klassische Paar ohne Trauschein, 30 Jahre waren sie zusammen. An Lianes 60. Geburtstag, am 14. Januar 2011, heirateten sie. Deutschlands Reiter-Präsident Breido Graf zu Rantzau hat sich als einer der ersten Trauernden in der Leichenhalle von der ewig positiv eingestellten Liane Wallmeier verabschiedet

Der plötzliche Tod ist ein Schock, nicht nur für die Angehörigen, sondern auch für die vielen Freunde, die Liane Wallmeier hatte. Am Montag, den 26. April 2014, findet in Bünde Ennigerloh die Trauerfeier zur Einäscherung statt. Das gesamte Team um den S&G Goldstadt Cup bekundet sein Beileid und wünscht den Angehörigen und besonders Hansi Wallmeier ganz viel Kraft! (GSC/LPW/St.Georg)

Johannes „Hansi“ Wallmeier

Hansi Wallmeier (© Ludwiga von Korff / www.toffi-images.de)

Hansi Wallmeier (© Ludwiga von Korff / www.toffi-images.de)

Bünde/Warendorf. Ein ganz großer Pferdemann ist von uns gegangen. Einen Tag vor seinem 74. Geburtstag verstarb am 8. September 2015 in Bielefeld nach harten Schicksalsschlägen und schwerer Krebserkrankung Johannes „Hansi“ Wallmeier (Bünde), einer der profiliertesten Turnierfachleute im nationalen und internationalen Pferdesport.

Auf unzähligen Turnieren war er als Richter oder Steward tätig, so auch über viele Jahre hinweg beim Pforzheimer CSI3* um den S&G Goldstadt Cup. Hansi Wallmeier leitete fast 30 Jahre die Geschäftsstelle der Deutschen Richtervereinigung bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf. Mit unanfechtbarer Fachkompetenz und höchster Gradlinigkeit sowie seiner Charakterstärke und Menschlichkeit achtete er dabei auf die Einhaltung der Regelwerke und wurde so zu einem Anwalt eines sauberen Pferdesports.

Der Sohn eines Gestütswärters begann noch nicht ganz 16-jährig am 1. April 1957 eine kaufmännische Lehre am Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf und war anschließend in der FN-Abteilung Turniersport tätig. Fachliche Kompetenz erwarb er sich auch durch seine eigene Sportkarriere. So ritt er erfolgreich Dressur- und Springprüfungen, letztere sogar bis zur Klasse S. Zudem war er als Amateurrennreiter aktiv und konnte hierbei unter anderem 35 Siege erringen – bis zuletzt schlug sein Herz auch sehr stark für den Galoppsport. Seit 1970 saß er am Richtertisch. 1978 übernahm Hansi Wallmeier die Leitung der Geschäftsstelle der Deutschen Richtervereinigung in Warendorf. Im Februar 2007 verließ er nach 50 Jahren Betriebszugehörigkeit als dienstältester und zugleich einer der bekanntesten Mitarbeiter die FN in den wohlverdienten Ruhestand.

National wie international bekannt wurde Wallmeier in seiner Funktion als Steward der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Auf zahlreichen internationalen Turnieren sorgte er für die Einhaltung des Regelwerkes, wobei er das Wohl der Pferde stets an erster Stelle sah. Wallmeier, der sich nie in den Vordergrund drängte, deckte dabei manche Affären und Regelverstöße auf.

Beeindruckend an Wallmeier war nicht nur seine Fachkompetenz und Gradlinigkeit, sondern auch die Art wie er in seiner nicht immer einfachen Funktion als FEI-Steward für die Regeleinhaltung bei Turnieren sorgte. Wallmeier, Pferdemann durch und durch, gerierte sich nie als „Sheriff“, sondern sah sich in erster Linie als Helfer und Berater für Reiter und Pferde. Aufgrund seiner charakterlichen Integrität und seiner menschlichen Art im Umgang mit Problemfällen wurde er von den Aktiven daher auch als echter Partner des Sports respektiert und akzeptiert.

Dreimal geriet er als Chefsteward unfreiwillig in die Schlagzeilen: Als er bei der Europameisterschaft 1997 in Mannheim einen Pfleger erwischte, der gerade dem Wallach ET von Hugo Simon eine Spritze an den Hals hielt, zwei Jahre später beim Turnier in Stuttgart, als er wegen angeblichen Blisterns des Wallaches Percy gegen Rene Tebbel vorging und vor allem 1999, als er gleich am ersten Tag des deutschen CHIO in Aachen beim amerikanischen Springreiter McLain Ward fündig wurde. Der hatte auf die Innenseiten der vorderen Gamaschen spitze Plastikteilchen geklebt, damit das Pferd vor Angst beim Anschlagen an die Hindernisstangen die Läufe beim Sprung zusätzlich höher reißt, vorher wird das alles im Training getestet. Bereits 1997 war er als Chefsteward der Bundeschampionate in Warendorf gegen zwei Reiter vorgegangen, die wegen unreiterlichen Verhaltens daraufhin nach Hause geschickt wurden.

1996 wurde er in Aachen nach dem plötzlichen Tod von Klaus-Jochen Schmitz auf dessen Posten als Chefsteward des CHIO berufen. Den Höhepunkt seiner Steward-Tätigkeit sah er als FEI-Chefsteward bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen. Als Richter und Steward blieb er bis zu einem Tode auf jedem Turnier, ob als Zuschauer, Richter oder Steward willkommen. Für seine großen Verdienste um einen sauberen und regelkonformen Pferdesport wurde er mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er von der FN das Deutsche Reiterkreuz in Silber und von der Deutschen Vereinigung zum Schutz der Pferde (DVSP) den Horsemanship-Preis. 2006 wurde Hansi Wallmeier auch mit dem P.S.I.-Award geehrt.

Er und seine Ehefrau Liane geb. Weitkamp gehörten ganz einfach zu den Turnieren wie die Pferde. Nachdem sie bereits 30 Jahre ohne Trauschein zusammen gelebt hatten, heiratete er im Januar 2011 Liane, ebenfalls Steward bei Turnieren, an deren 60. Geburtstag. Im Mai 2014 verstarb Liane Wallmeier im Alter von 63 Jahren völlig überraschend zuhause an einem plötzlichen Herzversagen. Zuvor war Hansi Wallmeier wegen seiner schweren Krebserkrankung Mitte Januar 2014 in einer Spezialklinik an seinem Wohnort Bünde in einer achtstündigen Operation die Bauchspeicheldrüse entfernt worden.

Die integere Persönlichkeit von Hansi Wallmeier und seine genauso so konsequente wie charmante Art wird dem Pferdesport fehlen. Soenke Lauterbach, Generalsekretär der FN, in einem ersten Statement zum Tode von Hansi Wallmeier: „Ein ganz großer Pferdemann und ein echtes Vorbild für den gesamten Reitsport ist von uns gegangen.“

fn-press/Reiter Revue International/St.Georg/Ludwigs Pferdewelten/PFRV-Online

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„Feli“

Felix Speidel-Zachmann

* 1961  −  † 2008