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Goldstadt Cup 2016

Pressestimmen zur Absage der 17. Auflage des CSI3* in Pforzheim


Pforzheimer Goldstadt Cup fällt für ungewisse Zeit aus

Größere Investionen würden sich nicht mehr amortisieren – der Plan ist eine Fusion mit dem Reiterverein Pforzheim Hohberg.

Es ist eine Entscheidung, die unerwartet kam, aber doch nachvollziehbar ist: Der S&G Goldstadt Cup in Pforzheim, eins der wenigen internationalen Turniere im Ländle, wird 2016 – und vermutlich einige Jahre darüber hinaus – nicht stattfinden.

16 Jahre lang wurde der von Carl Fritz Bardusch und Hans Günter Winkler ins Leben gerufene Goldstadt Cup mit viel Engagement vom Pforzheimer Reitverein ausgerichtet. Was man wissen muss: Nur wenige Turniere solcher Größenordnung werden von Vereinen gestemmt. Nun aber sind Änderungen geplant: Der Pforzheimer Reitverein strebt eine Fusion mit dem Reiterverein Hohberg an und einen Umzug auf das Gelände des Katharinentaler Hofes im Norden Pforzheims. Zwar könnte der Pforzheimer Verein noch 20 Jahre auf dem bisherigen Altgefäll bleiben, doch möchte man nicht einen rechtzeitigen Umzug verpassen.

Deswegen soll nach Wunsch innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre der Umzug vollzogen werden. Vor diesem Hintergrund allerdings „möchten wir kein Geld wegschmeißen“, so Christian Kraus, Präsident des Pforzheimer Reitervereins. Und um das Turnier weiterhin auf diesem Stand zu halten, müssten Investitionen getätigt werden. Vor allem der Boden müsste eigentlich komplett ausgetauscht werden, überarbeitet wurde er die vergangenen Jahre schon jedes Mal für eine stattliche Summe. Geld, das man nun lieber für eine Fusion spart, die auch Geld kosten wird.

„Es ist nicht so, dass uns Sponsoren weggebrochen sind“, so Kraus. „Die Preisgelder wären abgedeckt gewesen. Aber die nötigen Investitionen würden sich nicht mehr amortisieren. Allerdings haben die Sponsoren bereits signalisiert, dass sie an neuer Stelle weiter machen würden.“ Auf dem Gelände des Katharinentaler Hofgutes wäre viel Platz. Hier könnte in einigen Jahren der Goldstadt Cup wieder zum Leben erweckt werden. Es wäre wünschenswert für den Reitsport in Baden-Württemberg. (mos)

www.reiterjournal.com

Das Ende des Goldstadt Cups?

Die Veranstalter des internationalen Turniers in Pforzheim haben für 2016 offiziell eine Absage erteilt.

Pforzheim – Und wieder eines weniger! Nach Bremen, Lingen, Hannover … hat nun auch der Goldstadt Cup in Pforzheim einen Schlussstrich gezogen. “

16 Jahre lang haben wir gemeinsam mit viel Herzblut und großem Engagement den S&G Goldstadt Cup als eine der letzten großen internationalen Sportveranstaltungen in Pforzheim und Umgebung auf die Beine gestellt“, schreibt Organisator Fritzi Speidel-Zachmann in einer offiziellen Erklärung. Und weiter: „Durch verschiedene Einflüsse wurde es in den vergangenen Jahren immer schwerer, das internationale Reitturnier auf dem hohen Niveau zu halten.“

Sanierungsarbeiten und Anpassungen der Gegenheiten, um den internationalen Ansprüchen gerecht zu werden, waren letztendlich nicht mehr zu stemmen. Die international erfolgreichen Reiter, die nicht zu den wenigen Startern auf Fünf-Sterne-Turnieren gehören, wird diese Absage hart treffen. -schn-

www.reiterrevue.de

Goldstadt-Cup für 2016 auf dem Buckenberg abgesagt

Fritzi Speidel-Zachmann, seit dem Tod von Karl Friedrich Bardusch, der Motor und Gute Geist des Springturniers auf dem Pforzheimer Buckenberg hat im Namen der „Freunde des Goldstadt Cups“ das Turnier für 2016 abgesagt.

In ihrem Schreiben heißt es: „Durch verschiedene Einflüsse wurde es in den vergangenen drei Jahren immer schwerer, das Reitturnier auf dem hohen Niveau zu halten, welches ihm gebührt und welches Reiter, Sponsoren und Zuschauer gewohnt waren. Trotz des großen Zusammenhalts aller Sponsoren, der benachbarten Firmen, der Stadt Pforzheim und den vielen helfenden Händen der Mitglieder des Reitervereins, trotz der Einbeziehung einer auf Reitturniere spezialisierten Marketingagentur und nicht zuletzt auch trotz eines nicht unerheblichen finanziellen Zuschusses von mir privat.“

Die sportlichen Herausforderungen, so schreibt Fritzi Speidel-Zachmann, wären vielleicht noch zu stemmen gewesen, „aber die Auflagen für die Internationalität, Parkmöglichkeiten, die Unterbringung der Pferde sowie die immer enger werdende Bebauung des umliegenden Gewerbegebietes sind nur einige Punkte, die einer solchen Großveranstaltung nicht mehr gerecht werden“.

Unabhängig davon, so heißt es in dem Schreiben weiter, „müssten für ein erfolgreiches Turnier 2016 umfangreiche und kostenintensive Investitionen getätigt werden. In Anbetracht des geplanten Umzugs des Reitervereins Pforzheim würden sich diese Kosten auf der alten Anlage aber nicht amortisieren lassen“. Traurig, aber wahr: Baden-Württemberg verliert nach 16 Jahren eines seiner attraktivsten Reitturniere in der grünen Saison!

Thomas Borgmann für reitturniere.de

Vorläufiges Aus für den Goldstadtcup

Weltklasse-Reitturnier ist organisatorisch und finanziell ein zu großer Kraftakt – Gelände auf dem Buckenberg genügt Ansprüchen nicht.

Jörne Sprehe ist die womöglich letzte Gewinnerin des S&G Goldstadtcup. Das Turnier findet in den kommenden Jahren nicht statt. Foto: Eigner

Jörne Sprehe ist die womöglich letzte Gewinnerin des S&G Goldstadtcup. Das Turnier findet in den kommenden Jahren nicht statt. Foto: Eigner

Das Reitturnier um den Goldstadtcup auf dem Buckenberg findet in den kommenden Jahren nicht mehr statt. Den zu hohen materiellen und personellen Aufwand nannte die „Freunde des Goldstadtcup GmbH“ als Veranstalter des Turniers zur Begründung.

Pforzheim. Das vom 2011 verstorbenen Unternehmer Carl Friedrich Bardusch vor 15 Jahren initiierte Reitturnier um den Goldstadtcup hatte es in den vergangenen Jahren zunehmend schwer. Immer mehr und nicht selten höher dotierte Turniere gibt es rund um den Globus, die absolute Weltspitze fehlte deshalb in jüngerer Zeit auf dem Buckenberg, nachdem vor einigen Jahren gleich mehrere Olympiasieger im Starterfeld vertreten waren. Dennoch gab es beim Goldstadtcup stets hochklassigen Springsport zu sehen, so auch in diesem Sommer als Siegerin Jörne Sprehe aus Fürth unter anderem den dreimaligen Europameister und Olympia-Dritten Marco Kutscher hinter sich ließ und mit einer neuen Mercedes A-Klasse als Preis aus der Arena kurvte.

Nicht nur organisatorisch, auch finanziell war das Turnier auf dem Buckenberg ein Kraftakt. Trotz eines großen Sponsorenpools hat Fritzi Speidel-Zachmann, die Lebensgefährtin des verstorbenen Turniergründers Carl Friedrich Bardusch, in den vergangenen Jahren stets Geld aus ihrem Privatvermögen zugeschossen. Nun kam hinzu, dass die Sparkasse Pforzheim-Calw, die das Catering betrieb, dies nicht mehr übernehmen will. Die Turnierveranstalter aber wollen eine Bewirtung in Eigenregie nicht finanzieren. Zumal dies nur der kleinere Teil an Kosten wäre, die man zu stemmen hätte, um das Turnier auf dem Buckenberg fortleben zu lassen.

Das Gelände des Pforzheimer Reitervereins (PFRV), der neben der Veranstaltungs-GmbH als Mitveranstalter fungiert, genügt den Ansprüchen einer solch große Veranstaltung längst nicht mehr. Es liegt eingezwängt zwischen Firmengrundstücken inmitten eines Gewerbegebiets auf dem Buckenberg. Erweiterung ausgeschlossen. Zumindest eine Renovierung des Geländes wäre zur Fortsetzung der Goldstadtcup-Tradition zwingend notig. Das will der PFRV nicht mehr schultern, denn die Anlage könnte schon bald verkauft und zu Gewerbefläche werden. Schon seit einiger Zeit werden Gespräche geführt, um mit dem Reitverein Pforzheim-Hohberg zu fusionieren und am Katharinentaler Hof nördlich von Pforzheim ein gemeinsames neues Reiterzentrum zu bauen. Dort könnte der Goldstadtcup dann eine Neuauflage erleben. In drei bis fünf Jahren, so hofft der PFRV-Vorsitzende Christian Kraus.

Die Mitglieder beider Vereine stünden der Fusion zwar positiv gegenüber, jedoch: „Wir stehen da noch ganz am Anfang“, bittet Kraus die Reitsportfreunde um Geduld. Noch gibt keinerlei Baupläne für ein neues Reiterzentrum. „Zunächst müsste erhoben werden, welche Infrastruktur in welcher Größe am Katharinentaler Hof überhaupt benötigt würde“, so Kraus. Der PFRV hat derzeit etwa 300 Mitglieder, der RV Pforzheim-Hohberg brächte rund 100 Mitglieder in die Ehe ein. Zudem liegt das Gelände auf Neulinger und Ispringer Gemarkung, was entsprechende Verhandlungen mit den dortigen Stadtverwaltungen nötig macht. Und an den öffentlichen Nahverkehr müsste das neue Reiterzentrum auch noch angeschlossen werden. Christian Kraus ist da guter Dinge: „Die Buslinie führt immerhin schon bis zum Amazon.“ Von dort sind es Luftlinie noch knapp 1,5 Kilometer zum Katharinentaler Hof.

Steffen-Michael Eigner für muehlacker-tagblatt.de

Aus für den Goldstadt-Cup: Reitturnier zu aufwändig

Letzte Siegerin: Jörne Sprehe gewann den Goldstadt Cup 2015. Foto: Hennrich

Letzte Siegerin: Jörne Sprehe gewann den Goldstadt Cup 2015. Foto: Hennrich

Reiter sind es gewohnt, Hürden zu nehmen. Die Hindernisse, die der Pforzheimer Reiterverein in letzter Zeit mit dem S&G Goldstadt-Cup zu nehmen hatte, wurden jetzt aber zu hoch. „Wir haben die Notbremse gezogen“, sagte Reitervereins-Präsident Christian Kraus am Montag im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung“.

Fritzi Speidel-Zachmann fügte hinzu: „Der personelle und materielle Aufwand wurde zu groß.“ Die Turnierchefin hatte in den vergangenen Jahren einen erheblichen finanziellen Zuschuss aus der Privatschatulle bezahlt, um weiter großen Reitsport in Pforzheim bieten zu können.

Seit 2000 gibt es den Goldstadt-Cup in Pforzheim, den der Reiterverein auf seiner Anlage auf dem Buckenberg, im Gewerbegebiet „Altgefäll“, mit viel Herzblut alljährlich veranstaltet hat. Stars der Reitszene gaben sich die Klinke in die Hand. „Doch in den vergangenen Jahren wurde es immer schwerer, das internationale Turnier auf hohem Niveau zu halten, obwohl Sponsoren, Stadt und die vielen freiwilligen Helfer aus dem Verein alles gegeben haben“, so Speidel-Zachmann. Das liegt vor allem daran, dass die Anlage auf dem Buckenberg für eine derartige Mammut-Veranstaltung nicht geeignet ist, die Rahmenbedingungen alles andere als gut sind auf der stark beengten Anlage.

Das Turnier in Pforzheim ist aber nicht für alle Zeiten gestorben, wie die Vertreter des Reitervereins betonen. Nach einer möglichen Fusion mit dem Reitverein Pforzheim-Hohberg und dem Bau einer neuen Reitsportanlage im Bereich des Katharinentaler Hofes könnte das Turnier in einigen Jahren wiederbelebt werden.

Martin Mildenberger für www.pz-news.de

Der S&G Goldstadt Cup findet 2016 nicht statt

Rede und Antwort wegen der Absage des Goldstadt-Cups standen (von links) Stefanie Rösch, Christian Kraus und Fritzi Speidel-Zachmann vom Pforzheimer Reiterverein der PZ mit (oben von links) den Redakteuren Peter Hepfer, Lisa Belle, Martin Mildenberger, Chefredakteur Magnus Schlecht und Verleger Albert Esslinger-Kiefer. Foto: Ketterl

Rede und Antwort wegen der Absage des Goldstadt-Cups standen (von links) Stefanie Rösch, Christian Kraus und Fritzi Speidel-Zachmann vom Pforzheimer Reiterverein der PZ mit (oben von links) den Redakteuren Peter Hepfer, Lisa Belle, Martin Mildenberger, Chefredakteur Magnus Schlecht und Verleger Albert Esslinger-Kiefer. Foto: Ketterl

Das CSI um den S&G Goldstadt Cup im Pforzheimer Altgefäll wird es vorerst nicht mehr geben. Wie Turnierchefin Fritzi Speidel-Zachmann gemeinsam mit Vertretern des mitveranstaltenden Pforzheimer Reitervereins gegenüber den Medien bekannt gab, wird das internationale Reitturnier bereits 2016 nicht mehr stattfinden.

„Wir haben die Notbremse gezogen“, sagte der Präsident des Pforzheimer Reitervereins Christian Kraus am Montag im Gespräch mit der „Pforzheimer Zeitung.“ „Der personelle und materielle Aufwand wurde zu groß. In den vergangenen Jahren wurde es immer schwieriger, das internationale Turnier auf hohem Niveau zu halten, obwohl Sponsoren, Stadt und die vielen freiwilligen Helfer aus dem Verein alles gegeben haben.“ fügte Turnierchefin Fritzi Speidel-Zachmann hinzu.

16 Jahre lang wurde mit viel Herzblut und großem Engagement der im Jahre 2000 von Carl Fritz Bardusch und Springreiterlegende Hans Günter Winkler gegründete S&G Goldstadt Cup als eine der letzten großen Internationalen Sportveranstaltungen in Pforzheim und Umgebung auf die Beine gestellt.

Während dieser Zeit gab sich alljährlich die internationale Springreiterelite auf dem Turniergelände im Altgefäll die Klinke in die Hand. „Die sportlichen Herausforderungen wären vielleicht noch zu stemmen gewesen, aber die Auflagen für die Internationalität, Parkmöglichkeiten, die Unterbringung der Pferde sowie die immer enger werdende Bebauung des umliegenden Gewerbegebietes sind nur einige Punkte, die einer solchen Großveranstaltung nicht mehr gerecht werden.“ erläuterte Fritzi Speidel-Zachmann die Situation auf dem Buckenberg.

Unabhängig davon müssten für ein erfolgreiches Turnier in 2016 umfangreiche Investitionen wie etwa die Sanierung des Springplatzes, die Erstellung eines neuen bzw. erweiterten Ehrengastbereichs oder eine neue Stromversorgung im Stallbereich bewältigt werden. In Anbetracht des nach einer Fusion mit dem Reiterverein Pforzheim Hohberg geplanten Umzugs auf das Gelände des Katharinentaler Hofes im Norden Pforzheims würden sich diese Kosten auf der „alten“ Anlage aber nicht amortisieren lassen.

Das Pforzheimer Springturnier sei jedoch nicht für alle Zeiten gestorben, da sind sich die Vertreter des Reitervereins sicher. Sollte die Fusion der beiden Pforzheimer Pferdesportvereine und der Umzug auf eine neue Anlage mit besseren und zeitgemäßen Bedingungen für eine solche Großveranstaltung in einem überschaubaren Zeitraum erfolgen können, wäre eine Neuauflage bzw. Weiterführung des Goldstadt Cups möglich. Mit diesem Ziel vor Augen würden sicher die Sponsoren und ganz sicher die Motivation von Reitern, Mitgliedern und Helfern erhalten bleiben. pm