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Goldstadt Cup 2015

Rund um die 16. Auflage des CSI3* in Pforzheim


Pforzheimer Reiterverein beginnt mit Planungen für Goldstadt Cup 2016

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Sie sind gewillt, alle Hindernisse bei der Planung für das Reitturnier 2016 erfolgreich zu nehmen: der Reitervereinsvorsitzende Christian Kraus, Turnierchefin Fritzi Speidel-Zachmann und Reitlehrer Michael Walter (von links). Foto: Hennrich

Das Pforzheimer Reitturnier gehört inzwischen zum Jahreskalender der Goldstadt wie OechsleFest und CityLauf. Dabei ist es keine Selbstverständlichkeit, dass beim S&G Goldstadt Cup seit Jahren Reitsport der Spitzenklasse auf dem Buckenberg geboten wird. Es bleibt ein Kraftakt, eine Veranstaltung dieser Größenordnung mit Preisgeldern von 150 000 Euro zu stemmen. Ganz zu schweigen von den personellen Ressourcen, die der gastgebende Pforzheimer Reiterverein aktivieren muss.

Fast 10 000 Zuschauer haben vergangene Woche von Donnerstag bis Sonntag wieder die Wettbewerbe auf dem Buckenberg verfolgt, sahen Reiter wie den österreichischen Altmeister Hugo Simon oder den ehemaligen Doppel-Europameister Marco Kutscher über die Hindernisse jagen. Dass auf Pforzheims Höhen auch 2016 wieder geritten und gesprungen werden kann, dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Turnier-Macherin Fritzi Speidel-Zachmann und der Reiterverein-Vorsitzende Christian Kraus führen die Gespräche. Sie wissen: Eine Turnierplanung nichts anderes als ein Springparcours – eine Wegstrecke mit vielen Hindernissen, die es erfolgreich zu meistern gilt.

„Entscheidend ist, dass die Sponsoren bei der Stange bleiben“, sagte Fritzi Speidel-Zachmann. In der Turnierszene ist in den vergangenen Jahren einiges in Bewegung geraten. Große Geldgeber drängen in den Markt, die Preisgelder sind mancherorts regelrecht explodiert, in exotischen Ländern werden hochkarätige Turniere aus dem Boden gestampft. „Es gibt immer mehr Turniere, auch in Deutschland. Da wird es schwierig, das Niveau zu halten“, sagt Christian Kraus. Nicht nur die Pforzheimer kämpfen darum, ihren Platz zu behaupten und einen guten Termin zu ergattern, wenn im Herbst der Turnierkalender für das kommende Jahr festgezurrt wird.

Da schmerzen auch die kleinen Rückschläge. In diesem Jahr war es das Wetter. Am Samstag ging um die Mittagszeit ein Wolkenbruch über Pforzheim nieder. Entsprechend gering blieb der Zuschauerzuspruch an diesem Nachmittag. „Das hat uns schon reingerissen“, sagt Fritzi Speidel-Zachmann.

Das könnte man jetzt „Klagen auf hohem Niveau“ nennen. Denn 8900 zahlende Zuschauer sind immer noch eine stolze Zahl. Hinzu kamen zahlreiche Freikarten und vergünstigte Tickets, die der Sponsor Sparkasse verteilte. Und der Sonntag bot beim „Großen Preis“ der S&G Automobil AG dann großen Sport vor großer Kulisse. „Da waren wir sehr zufrieden“, strahlt Fritzi Speidel-Zachmann. Doch die Zahlen der Vorjahre, als man teilweise mehr als 10 000 zahlende Zuschauer registrierte, waren nicht mehr zu erreichen.

Jetzt geht der Blick nach vorne. „Es ging ja immer bergauf, seit wir im Jahr 2000 mit dem Turnier begonnen haben“, sagt Fritzi Speidel-Zachmann. Die Vereinsmitglieder sind immer noch mit Begeisterung dabei, Reitlehrer Michael Walter hat als Cheforganisator auf dem Turniergelände alles im Griff, die Routine, die sich im Laufe des Jahres entwickelt hat, macht vieles einfacher. Und die Zusammenarbeit mit der Marketing-Firma „En Garde“ hat frischen Schwung gebracht. „En Garde“ hat neue Sponsoren nach Pforzheim gelotst, Firmenchef Volker Wulf hat einige Stellschrauben erkannt, an denen man in Pforzheim drehen kann. „Er hat unheimlich viel Erfahrung. Das tut uns gut“, weiß Fritzi Speidel-Zachmann.

Gemeinsam wird man versuchen, den Goldstadt Cup zukunftsfähig zu machen. Auf den Verein kommen einschneidende Veränderungen zu. Reitlehrer Michael Walter wird irgendwann in Rente gehen, in Pforzheim laufen gleichzeitig Gespräche über einen Zusammenschluss der Reitsportclubs und die Ansiedlung auf einem neuen Gelände. Christian Kraus sieht diese Diskussion aber entspannt: „Da gibt es keinen Zeithorizont. Und wir müssen nicht weg. Unsere Erbpacht läuft noch ein paar Jahre.“

pz-news | Autor: Udo Koller

S&G Goldstadt-Cup: Sprehe gewinnt gleich beide großen Sonntagsspringen

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Das schnellste Duo beim Großen Preis: Jörne Sprehe auf ihrer Stute Luna. Foto: Hennrich

Der Pforzheimer Buckenberg hat in den vergangenen Jahren schon einiges erlebt. Einen Doppelsieg am Sonntag gab es aber beim S&G Goldstadt- Cup (C.F. Bardusch-Gedächtnisturnier) noch nicht. Jetzt ist es geschehen. Verantwortlich dafür ist eine Amazone aus Franken, die gleich beide wichtigen Springen am Abschlusstag für sich entschied.

Erst gewann Jörne Sprehe auf dem neunjährigen Hengst Stakki’s Jumper das Finale der Mittleren Tour (Baker Tilly Roelfs Trophy), dann setzte sie mit ihrem Erfolg im großen Preis auf der neunjährigen Stute „Luna“ noch einen drauf. Danach sagte sie ganz unverblümt: „Ich hatte erst gedacht, ich habe das falsche Springen gewonnen.“ Am Ende erwies sich für die 32-Jährige aus Fürth aber: Noch besser, als das richtige Springen zu gewinnen, ist es, beide Springen zu gewinnen.

Zehn Paare hatten im Großen Preis den Umlauf fehlerfrei absolviert, im Stechen gaben dann die Amzonen den Ton an. Jörne Sprehe war mit 38,25 Sekunden fehlerfrei und am schnellsten. In Gefahr brachte ihre Siegerzeit nur die US-Amerikanerin Chloe Reid auf Codarco (38,74), auf Platz vier landete die Belgierin Karline De Brabander auf Fantomas de Muze (40,42). Ein einziger Mann konnte sich zwischen den Damen behaupten: Marco Kutscher aus Bad Essen, 2005 Doppel-Europameister, ritt auf Liberty Son mit 39,67 Sekunden auf Platz drei.

Mit Markus Beerbaum aus Thedinghausen landete ein weiterer bekannter deutscher Reiter im Sattel von Carinjo auf Platz sieben. Das Duo hatte sich ins Stechen gekämpft und damit vorübergehend die Chance gewahrt, den S&G Goldstadt-Cup ein zweites Mal zu gewinnen. 2003 war er auf dem Buckenberg erfolgreich. Doch es bleibt dabei: Noch nie hat jemand seinen Erfolg beim Großen Preis von Pforzheim wiederholen können.

Flotte Ehrenrunden

Jörne Sprehe hat am Sonntag gleich zweimal bewiesen, was sie mit einer Pferdestärke alles anstellen kann. Dass sie auch viele Pferdestärken unter einer Motorhaube bändigen kann, zeigte sie auf der Ehrenrunde mit ihrem Preis, einer Mercedes Benz A180-Limousine im Wert von 25 500 Euro. Mit Achim Quitz vom Hauptsponsor auf dem Beifahrersitz drehte die Siegerin rasant ihre Ehrenrunden. Zum flotten Auto dazu gab es noch 80 Weltranglistenpunkte.

Aber auch die Reiterinnen und Reiter auf den folgenden Plätzen gingen nicht leer aus. Chloe Reid durfte sich mit 13 433 Euro und 70 Weltranglistenpunkten trösten, für Marco Kutscher gab es noch 10 075 Euro und 60 Punkte.

Die wilde Jagd

Jörne Sprehe aber hatte sich gerade drei Stunden zuvor schon 6125 Euro und 50 Weltranglistenpunkte gesichert, weil sie auch das zweite wichtige Springen am Sonntag, die Baker Tilly Roelfs Trophy (Finale der Mittleren Tour) gewonnen hatte. Auch hier ließ die Fürtherin der Konkurrenz keine Chance, dieses Mal im Sattel von Stakki’s Jumper, einem neunjährigen Hengst. Auch hier verwies sie mit der Belgierin Karline De Brabander auf Elvis ter Putte eine weitere Amazone auf Rang zwei, gefolgt von Tobias Woltering (Ochtrup) auf Rive Gauche. Hier war das Stechen aber eine wilde Jagd, in der am Ende die ersten acht gerade zwei Sekunden auseinanderlagen. Zwischen Österreichs Altmeister Hugo Simon auf Rang vier und Markus Beerbaum auf Platz sieben waren es nur 32 Hundertstel.

Und was ist Jörne Sprehes Geheimnis? Die Fränkin mit norddeutschen Familienwurzeln bildet ihre jungen Pferde selbst aus. Stakki’s Jumper fand sie in Ungarn. Der „junge Springteufel“ sei ihr ans Herz gelegt worden, habe erst als Fünfjähriger mit der Springausbildung begonnen. Da darf man gespannt sein, was die Goldstadt-Siegerin mit ihren Pferden demnächst noch alles gewinnt.

pz-news | Autor: Udo Koller

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Lokale Prominenz begeistert von erstklassigem Reitturnier

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Designerin Wibke Eberlein von “Zauberdirndl” (Zweite von links) mit Paula Biebelheimer, Paula Wissel und Anna Speidel-Zachmann (von links). Foto: PZ

Während die Reiter beim S&G Goldstadt-Cup im Altgefäll ihr Können unter Beweis gestellt haben, traf sich die lokale Prominenz zu Sekt und Häppchen im VIP-Bereich. Beliebtes Gesprächsthema: Die mögliche Fusion des Pforzheimer Reitvereins, Veranstalter des Turniers, mit dem Reitverein Pforzheim-Hohberg. Durchweg positiv wurde der Vorschlag von Vertretern der Politik und Wirtschaft aufgenommen. Bibi Kreutz schlug vor, im Falle eines Zusammenschlusses mit seiner Jazzband bei der Eröffnung zu spielen.

Über ein Wiedersehen unter Landsleuten freuten sich derweil Oana Krichbaum, Vorsitzende der hiesigen Deutsch-Rumänischen Gesellschaft, und Springreiter Andy Candin, der international für Rumänien antritt und sich für die Europameisterschaft qualifiziert hat. Die beiden haben sich beim Turnier kennengelernt. „Die Veranstaltung hat weit über die Region hinaus Bedeutung“, betonte Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum. Es sei schön, dass auch viele Pforzheimer den Weg ins Altgefäll gefunden haben. „Das Turnier zeigt einmal mehr, dass unsere Stadt attraktiv ist. Gerade an diesem Wochenende ist eine Menge geboten“, so der CDU-Politiker gestern. „Das Reitturnier gehört definitiv zu den schönsten Ereignissen in Pforzheim“, ergänzte Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag. Auch den ehemaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus traf man am Wochenende gemeinsam mit Gattin Susanne Verweyen-Mappus im VIP-Bereich an.

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Viele Prominente sind selbst große Pferdefreunde. So auch CDU-Stadträtin Christine Stavenhagen. „Ich bin hier selbst früher geritten und bin großer Fan von diesem Turnier.“ Noch größerer Fan ist sie allerdings von Hans Günter Winkler. Sie schwärmte als Jugendliche für den Springreiter. „Hätte ich gewusst, dass ich eines Tages neben ihm sitzen würde, wäre ich wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen“, gestand sie.

Auch Sabine Hager, Gattin des Oberbürgermeisters, war einst Reiterin. Schon deshalb kommt das Paar gerne zum Turnier. „Die Atmosphäre ist überragend“, sagte OB Gert Hager. „Pforzheim kann stolz sein, dass es ein solches Event hier gibt.“ Er ziehe den Hut vor dem großen Engagement der Ehrenamtlichen.

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Auch Wibke Eberlein liebt den Reitsport. „Allerdings habe ich großen Respekt vor Pferden“, so die Designerin. Sie hat die Hostessen mit Dirndln ausgestattet, die die Preisverleihung übernehmen. Künstler Rene Dantes ist von der Symbiose von Pferd und Reiter fasziniert. „Ich freue mich jedes Jahr, dass ich hier sein darf.“ Selbst von weit her ist Prominenz angereist. Pforzheim hat es Franz Huber, Hotelinhaber in Tirol, angetan. Die Liebe zum Reitsport lockt ihn jährlich in die Goldstadt.

pz-news | Autor: Anke Baumgärtel

Felix Haßmann gewinnt auch im Preis der Pforzheimer Zeitung

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PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer gratuliert Felix Haßmann zum Preis der Pforzheimer Zeitung. Foto: Hennrich

Bereits im vergangenen Jahr konnte Albert Esslinger-Kiefer, der Verleger des Medienpartners und Turniersponsors, bei der Siegerehrung Felix Haßmann (Lienen) zum Erfolg im Preis der Pforzheimer Zeitung gratulieren. Auch am Samstagnachmittag war der 26-Jährige beim 16. S&G Goldstadt Cup in der Zwei-Phasen-Springprüfung der Mittleren Tour der Beste.

Auf dem zehn Jahre alten Schimmelwallach SL Brazonado war er in fehlerfreien 34.56 Sekunden der Schnellste und ließ den Baden-Württemberger Manfred Ege (Bitz) im Sattel des elfjährigen Westfalenwallachs Al Capone (0/35.56) genau eine Sekunde hinter sich.

Nur 16 Hundertstelsekunden dahinter wurde die Amerikanerin Catherine Pasmore Dritte, sie hatte Zaragosa gesattelt, einen in den Niederlanden gezogenen elfjährigen Wallach (0/35.72). Mit dem Mannheimer Armin Schäfer kam ein weiterer Baden-Württemberger auf den vierten Platz (0/36.45), das „Turnier-Urgestein“ („Ich bin von Anfang an in Pforzheim dabei!“) saß auf der zehn Jahre alten Holsteiner Stute V Cantate. Felix Haßmann, der knapp zwei Stunden zuvor schon den Preis der Sparkasse Pforzheim Calw, die zweite Qualifikation zum Großen Preis der S&G Automobil AG am Sonntag, für sich entschieden hatte, freute sich riesig über seine beiden Erfolge: „Ich komme immer wieder gerne nach Pforzheim, weil das Turnier hier sehr familiär ist. Für die Pferde, vor allem die jüngeren, ist es was Besonderes, sie müssen hier bergauf und bergab springen.“

pz-news | Autor: pm

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S&G Goldstadt Cup: Junge Stute zum Auftakt der Großen Tour stark

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Ein erfolgreiches Duo: Markus Renzel hat in Pforzheim mit der Stute Quick Step den ersten großen Erfolg in der noch jungen Zusammenarbeit gefeiert. Foto: Hennrich

Der Sieger strahle: „Wir sind so glücklich“, sagte Markus Renzel. Das „wir“ schloss in diesem Fall nicht nur die Familie ein, sondern auch das Pferd. Denn die neunjährige Stute Quick Step hatte kurz zuvor ihren 43-jährigen Reiter zum Sieg beim ersten wichtigen Springen beim S&G Goldstadt Cup getragen. Nach 55,08 Sekunden hatte das Duo die elf Hindernisse (13 Sprünge) fehlerfrei absolviert. Das konnte niemand mehr unterbieten. Felix Haßmann aus Lienen lag auf St. Brazonado genau eine Sekunde zurück, Tim Rieskamp-Goedeking (Steinhaben) auf Cool Down lag weitere 32 Hundertstel dahinter.

Der Preis der Firma C. Hafner war gestern der Auftakt zur großen Tour, die am Sonntag im Großen Preis (15.30 Uhr) hat. Und für Quick Step war es der erste Sieg in einem Große-Tour-Springen. Erst seit 16 Monaten reitet Markus Renzel die Stute und gesteht: „Am Anfang war es schwierig, weil ihr die Routine fehlte.“ Doch in den letzten Wochen schon machte Quick Step ihrem Namen (schneller Schritt) alle Ehre. Dabei war sie gestern in Pforzheim am Ende sogar fast zu schnell. Am letzten Hindernis touchierte sie die Stange – die blieb aber liegen. Die Schuld dafür hätte sich der Reiter aus Oer-Erkenschwick selbst gegeben. Doch stattdessen gas es Lob für die Stute: „Sie hat den Ernst der Lage erkannt.“ 2000 Euro Preisgeld gab es obendrauf.

Großer Preis: Viele Kandidaten

Heute darf Quick Step pausieren und sich für den Großen Preis schonen. Die Ergebnisliste zeigt, dass viele Reiter für den Sieg am Sonntag infrage kommen. Zu den 19 fehlerfreien Reitern zählten auch der Österreicher Hugo Simon als Vierter und Markus Beerbaum (Thedinghausen) als Neunter, die schon einmal die Hauptprüfung in Pforzheim gewonnen haben. Auch der frühere Doppel-Europameister Marco Kutscher aus Bad Essen blieb ohne Abwurf – er handelte sich auf Liberty Son aber einen Zeitfehler ein.

Zum Auftakt der Mittleren Tour hatte zuvor Tim Rieskamp-Goedeking auf Chayenne den Preis der Firma Müller Fleisch gewonnen. Das erste Springen der Youngster Tour (Preis des SH-Studios und der Allspan GmbH) entschied die Schweizerin Clarissa Crotta auf Chac Balou für sich.

pz-news | Autor: Udo Koller

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Belgischer Auftaktsieg auf dem Buckenberg

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Pforzheim. Der 21-jährige Belgier Dries Dekkers gewann gestern zum Auftakt des 16. S&G Goldstadt Cups (C.F. Bardusch Gedächtnisturnier) das Eröffnungsspringen auf dem Pforzheimer Buckenberg. Im Sattel seines erst acht Jahre alten Hengstes D&J Havanna blieb er fehlerfrei und durchbrach nach 59,66 Sekunden die Lichtschranke. Damit unterbot er als einziger der 42 Starter die „Schallmauer“ von einer Minute.

Zweiter wurde Markus Renzel (Oer-Erkenschwick) auf der Westfalenstute Quick Step (0/61,06), gefolgt von Kathrin Müller von Gut Beringhof bei Wickede (Ruhr). Die 28-Jährige blieb mit ihrer Stute Rhapsodie St. Jean ohne Abwurf und verwies in 61.49 Sekunden „Altmeister“ Hugo Simon und den Holsteiner Wallach Freddy auf den vierten Platz (0/61,97).

Derweil freute sich Turnierorganisatorin Fritzi Speidel-Zachmann über einen weiteren bekannten Namen auf der Meldeliste: Der Doppel-Europameister von 2005, Marco Kutscher, hat nachgemeldet und sattelt ab heute in Pforzheim. Der Lebensgefährte von Eva Bitter – das Paar betreibt in Bad Essen einen Turnierstall – gewann 2004 in Athen Olympia-Bronze.

Höhepunkte des Pforzheimer Reitturniers ist das Springen um den Großen Preis am Sonntagnachmittag, das mit insgesamt 70 000 Euro dotiert ist.

pz-news | Autor: pm/ok

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Baker Tilly Roelfs Trophy 2015 erstmals in Pforzheim

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Der S&G Goldstadt Cup ist die vierte Station der Baker Tilly Roelfs Trophy und erstmals in Pforzheim zu Gast: Damit kommt ein tolles Projekt für die deutschen Springreiter auf internationaler Bühne vom 18. – 21. Juni nach Baden-Württemberg. Die Trophy, konzipiert für die deutschen Reiter im internationalen Springsport, wurde im Jahr 2014 von der Beratungsgesellschaft Baker Tilly Roelfs begründet und im Premierenjahr über vier Stationen geführt. Jetzt wurde sie ausgebaut.

Die Idee hinter der Baker Tilly Roelfs Trophy ist schlicht gut für den deutschen Springsport: Deutsche Reiter aus der so genannten „zweiten Reihe“ und auch Nachwuchstalente bekommen die Chance, in ausgewählten Prüfungen bei internationalen Turnieren je nach Platzierung Punkte zu sammeln. Aus dem großen Reservoir guter Reiter in Deutschland schöpft der Spitzensport seinen Nachwuchs. In Zusammenarbeit mit EN GARDE Marketing entwickelte Baker Tilly Roelfs gemeinsam mit dem Springreiter Markus Renzel die gleichnamige Trophy. Die findet immer in internationalen Springprüfungen statt und belohnt dort explizit die deutschen Teilnehmer. Die drei besten Reiter der Wertung erhalten automatisch Startrecht in Prüfungen der Folgestation und sie erhalten auch das Etappen-Preisgeld von 3.000, 2.000 und 1.000 Euro (1.-3.Platz).

Beim S&G Goldstadt Cup in Pforzheim sind die Prüfungen der mittleren Tour Teil der Baker Tilly Roelfs Trophy. Am Sonntag, dem 21. Juni geht es im Finale der Mittleren Tour ab 13.00 Uhr um die Teilwertung der Baker Tilly Roelfs Trophy – also um die Sonderdotierung und um die besten Ergebnisse, die die Startplätze für die nächste internationale Etappe bergen.

Die drei punktbesten deutschen Reiter erhalten nach Abschluss der Baker Tilly Roelfs Trophy ein Preisgeld von insgesamt 22.500 Euro (10.000, 7.500 und 5.000 Euro). Ein attraktives Angebot, das bereits im Premierenjahr ausgiebig genutzt wurde. Die erste Gesamtsiegerin der Baker Tilly Roelfs Trophy kommt übrigens aus Baden-Württemberg: Kaya Lüthi aus Aach sicherte sich 2014 in München den Sieg. Lüthi, der Hesse David Will und Felix Haßmann aus dem westfälischen Lienen holten sich in Leipzig, Hamburg und Wiesbaden jeweils die meisten Punkte in der Baker Tilly Roelfs Trophy. Haßmann führt das Ranking mit 40 Punkten an vor Markus Renzel (Oer-Erckenschwick) und Titelverteidigerin Lüthi.

Zwischenstand der Baker Tilly Roelfs Trophy nach drei Stationen:

1. Haßmann, Felix 40 Punkte
2. Renzel, Markus 36 Punkte
3. Lüthi, Kaya 35 Punkte
4. Wulschner, Holger 28 Punkte
5. Will, David 25 Punkte
6. Beerbaum, Ludger 23 Punkte
7. Wernke, Jan 20 Punkte
8. Bauhofer, Marc 17 Punkte
8. Klaphake, Laura 17 Punkte
10. Stevens, Mario 15 Punkte

Die Etappen der Baker Tilly Roelfs Trophy 2015

- PARTNER PFERD Leipzig, 15. – 18. Januar 2015
- Deutsches Spring- und Dressur Derby, Hamburg, 13. – 17. Mai 2015
- Internationales Pfingstturnier Wiesbaden, 22. – 25. Mai 2015
- S&G Goldstadt Cup Pforzheim, 18. – 21. Juni 2015
- Paderborn Challenge, Paderborn, 10. – 13. September 2015
- Munich Indoors, München, 5. – 8. November 2015

EN GARDE Marketing | Autor: PM

Goldstadt-Cup: Drei auf der Jagd nach zweitem Streich

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Wenn am Sonntag um 15.45 Uhr der Große Preis beim S&G Goldstadt-Cup eingeläutet wird, sind auch drei Reiter am Start, die die Trophäe schon einmal gewonnen haben. Ob einem von ihnen sein zweiter Streich gelingt, bleibt abzuwarten. Bislang hat das nämlich noch niemand geschafft.

Stallzelte und Pferdeboxen sind vorbereitet, Sponsorenbanden werden befestigt, der Boden auf dem Hans-Günter-Winkler-Platz bearbeitet und die Hindernisse bereitgelegt – auf dem Reitgelände Buckenberg herrscht rege Betriebsamkeit. Alles soll bereit sein, wenn am morgigen Donnerstag die erste Startglocke des 16. S&G Goldstadt Cups („C.F. Bardusch Gedächtnisturnier“) ertönt.

150 000 Euro Preisgeld

Bis zum Sonntag treten bei dem internationalen Drei-Sterne-Turnier rund 100 Reiterinnen und Reiter aus 17 Nationen mit knapp 210 Pferden in insgesamt 23 Springprüfungen an und kämpfen um fast 150 000 Euro Preisgeld sowie wertvolle Weltranglistenpunkte.

Der Sieger im Großen Preis der S&G Automobil AG erhält einen Mercedes-Pkw im Wert von 25 000 Euro. Mit „Altmeister“ Hugo Simon (Österreich), der 2001 gewann, Markus Beerbaum (Thedinghausen), der sich zwei Jahre später durchsetzte, und Vorjahressieger Werner Muff (Schweiz) stehen auch drei ehemalige Gewinner des Großen Preises der S&G Automobil AG auf der Nennungsliste. Schafft einer von ihnen in diesem Jahr zum zweiten Mal einen Erfolg im abschließenden Höhepunkt des Turniers?

Premiere in Pforzheim feiert die Baker Tilly Roelfs Trophy, eine Serie für deutsche Springreiter mit Prüfungen der Mittleren Tour. Dabei können sich die Reiter präsentieren und sich weiterentwickeln. Das Finale wird im November in der Münchener Olympiahalle ausgetragen, den ersten Titel im vergangenen Jahr sicherte sich Kaya Lüthi (Aach), Vize-Europameisterin der Jungen Reiter. Sie gewann auch die erste Wertung dieses Jahres in Leipzig und belegt hinter Felix Haßmann (Lienen), dem Sieger in Wiesbaden, und Markus Renzel (Oer-Erkenschwick) im Zwischenstand den dritten Platz. Alle drei satteln auch auf dem Buckenberg.

Für ambitionierte Amateure bietet die Amateur-Tour die Möglichkeit, auf internationalem Pflaster mit den Stars auf einer Veranstaltung zu starten, erstmals ist sie Teil der renommierten Spooks-Amateur Trophy.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr werden in diesem Jahr erneut vier Pony-Springprüfungen der Klassen L und M* für sportlich hochqualifizierte Ponys ausgetragen.

Das Pferdesport-Highlight bietet den Spitzenreitern neben der Großen Tour und der Mittleren Tour in der Youngster-Tour die Möglichkeit, ihre sieben- und achtjährigen Nachwuchspferde zu satteln und nicht nur die Top-Pferde.

Simon immer noch ein Großer

Im August wird er 73, doch Hugo Simon zählt immer noch zu den viel umjubelten Reitern, denen die Sympathien der Zuschauer entgegenfliegen. In Weisenheim am Sand beheimatet, begeistert er seine Fans nach wie vor. Seit 1972 reitet er für Österreich und gewann 1992 bei Olympia in Barcelona Team-Silber. Insgesamt nahm er an sechs Olympischen Spielen teil, an sieben Weltmeisterschaften beziehungsweise Weltreiterspielen (Bronze mit dem Team 1980 in Rotterdam) und an 12 Europameisterschaften (Silber 1997 in Mannheim, Bronze 1979 in Rotterdam). Dreimal siegte er in einem Weltcup-Finale, 2001 im Großen Preis von Pforzheim.

Aus Neuseeland hat die mehrmalige Olympia- und WM-Teilnehmerin Samantha McIntosh gemeldet, aus Schweden kommt Nicole Persson, die beim Maimarkt-Turnier in Mannheim vor fünf Wochen das Barrierenspringen gewann. Die Schweiz ist neben Werner Muff noch durch Adrian Schmid – er siegte 2014 auf dem Buckenberg im Eröffnungsspringen – und Clarissa Crotta vertreten.

Zum wiederholten Mal sind die Nationenpreisreiter Markus Renzel (Oer-Erkenschick), Andreas Kreuzer (Sendenhorst), Andreas Knippling (Hennef), Tim Rieskamp-Gödeking (Steinhagen) und Hans-Thorben Rüder (Fehmarn) auf dem Buckenberg dabei. Die mehrmalige Deutsche Meisterin Eva Bitter (Bad Essen), Karin Ernsting (Münster), Ralf Runge (Montabaur), Jörne Sprehe (Fürth) sind weitere deutsche Top-Stars. Der bislang für Deutschland startende Münchner Max Kühner, Stammgast in Pforzheim, reitet seit Beginn des Jahres für Österreich.

Lokalmatador im Fokus

Das Interesse der Zuschauer richtet sich aber auch auf zwei Lokalmatadore: Andy Candin, der gebürtige Rumäne, 2012 in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle Sieger im Finale des BW-Bank Hallenchampionats, sattelt bei nationalen Einsätzen für den Pforzheimer Reiterverein, international geht er für sein Heimatland an den Start. 2013 gewann Andy Candin auf Carlo das Auftaktspringen der Mittleren Tour, den Preis der Firma Müller Fleisch. Am Schlusstag des Turniers wurde ihm vor großer Kulisse das Goldene Reitabzeichen verliehen. Tina Deuerer (Bretten) wurde am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Balve Dritte bei den Springreiterinnen.

pz-news | Autor: PM

S&G Goldstadt Cup steht in den Startlöchern

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Gemeinsam blicken die Vertreter des Pforzheimer Reitervereins und der Sponsoren gespannt dem S&G Goldstadt Cup entgegen. Von links Ralf Wurster und Ralf Talmon (beide S&G), Siegthardt Bucher (Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim-Calw), Birgitta Hafner (Firma C. Hafner), Albert Esslinger-Kiefer (Verleger Pforzheimer Zeitung), Fritzi Speidel-Zachmann und Christian Kraus (beide Pforzheimer Reiterverein), Achim Quitz (Vorstand S&G), Springreiter Armin Schäfer und Oberbürgermeister Gert Hager. Ketterl

Es ist ein Termin, den sich viele Sportfreunde aus der Region seit Jahren im Kalender dick anstreichen: Wenn der S&G Goldstadt Cup ausgetragen wird, geben sich Top-Reiter aus vielen Nationen auf dem Pforzheimer Buckenberg ein Stelldichein. So wird es auch am Wochenende wieder sein. Schließlich gibt es bei 23 Springprüfungen neben 150 000 Euro Preisgeld auch noch in drei Prüfungen wertvolle Weltranglistenpunkte zu gewinnen.

Im Mittelpunkt steht der „Große Preis“ am Sonntag (15.45 Uhr), bei dem es für den Sieger einen Mercedes von Hauptsponsor S&G Automobile (Wert von 25 000 Euro) gibt, dazu noch 45 000 Euro an Preisgeld. Das erste Springen der Großen Tour ist am Freitag um 15.30 Uhr, das zweite dann am Samstag um 15.30 Uhr. Im Blickpunkt stehen zudem das Finale der Mittleren Tour am Sonntag (13.00 Uhr) und der Preis der Pforzheimer Zeitung am Samstag (15.30 Uhr).

Die Bedeutung des Turniers ist auch dem Oberbürgermeister bewusst. „Es jagen sich die Großveranstaltungen“, sagte Gert Hager gestern bei der großen Pressekonferenz zum Goldstadt Cup in den Räumen von S&G, und zählt dann auf: Einweihung des ZOB, Reitturnier, Citylauf, Eröffnung der Berta-Benz-Halle, Landeskinderturnfest.

Geeignete Plattform

Die örtliche Wirtschaft hat den Goldstadt Cup längst als geeignete Plattform für Werbung und Sponsoring erkannt. „Er bietet uns die Möglichkeit, unsere Kompetenz in einem etwas anderen Rahmen zu präsentieren“, sagte Sieghardt Bucher. Vorstandsmitglied der Sparkasse Pforzheim Calw. Sein Geldinstitut verteilt Freikarten an Kinder, bietet verbilligte Eintrittskarten für Erwachsene an, der Goldliner-Bus wird für einen kostenlosen Shuttleservice am Samstag und Sonntag eingesetzt.

„Es ist toll, zu sehen, was aus dem Turnier geworden ist“, sagt Birgitta Hafner. Ihre Firma (Edelmetalle C. Hafner) hat zur Reitveranstaltung noch eine ganz besondere Beziehung. Der Großvater war Mitbegründer des Pforzheimer Reitervereins.

Tatsächlich hat sich das Turnier nach seiner Wiederbelebung im Jahr 2000 und dem Bau des allwettertauglichen neuen Reitplatzes 2002 im nationalen Reitsportkalender etabliert. Es ist wegen seiner familiären Atmosphäre bei den Reiterinnen und Reitern ausgesprochen beliebt. Dass es dennoch nicht mehr gelingt, wie noch vor fünf, sechs Jahren die ganz großen Namen nach Pforzheim zu locken, erklärte Fritzi Speidel-Zachmann, die auf dem Buckenberg für Organisation und Marketing zuständig ist. „Es gibt einfach zu viele hoch dotierte internationale Turniere. Aber wir sind sehr, sehr gutes Mittelfeld.“

Da pflichtete ihr Volker Wulff bei. Mit seiner Firma „En Garde“ ist der Niedersachse inzwischen bei der Vermarktung des Pforzheimer Reitturniers zuständig. Er zählt die Global Champions Tour, die Nationenpreise, die Grand Slam Turniere und die Weltcupturniere auf: „Das sind rund 40 Veranstaltungen mit teils extrem hohen Preisgeldern. Da sind die Top-50-Reiter der Welt ausgelastet.“ Ein Beispiel: Alleine im Großen Preis beim CHIO in Aachen gibt es eine Million Preisgeld zu gewinnen.

„Fantastische Mittelklasse“

Nur gut, dass die Sponsoren in Pforzheim mitziehen. „Man darf nicht immer in Champions-League-Kategorien denken. Es gibt auch fantastische Mittelklasse“, sagt Achim Quitz vom Hauptsponsor S&G. Mit dem Österreicher Hugo Simon, dem Schweizer Werner Muff und Markus Beerbaum (Thedinghausen) sind immerhin drei ehemalige Große-Preis-Sieger wieder am Start. Sie zählen auch 2015 zu den Anwärtern auf einen Sieg auf dem Buckenberg.

Doch unabhängig von Erfolgen wissen die Reiter, was sie an Pforzheim haben. Nicht nur der Mannheimer Armin Schäfer kommt „sehr, sehr gerne hierher. Wenn ein Turnier sich so lange hält, ist es gut“, hielt er unwidersprochen fest. Und dafür, dass sich die Reiter wohlfühlen, sorgt eine Armada ehrenamtlicher Helfer. Denen galt vor allem der Dank des Vereinsvorsitzenden Christian Kraus.

pz-news | Autor: Udo Koller