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Goldstadt Cup 2013

Rund um die 14. Auflage des CSI3* in Pforzheim


CSI3* Pforzheim: Dreimal Angelica Augustsson

angelica-augustsson_pforzheimPforzheim. Aller guten Dinge sind drei: Die Schwedin Angelica Augustsson gewinnt zum Abschluss des Gold Cup-Turniers auch den Großen Preis in Pforzheim. 

Es war einfach ihr Turnier! Die 26-jährige Schwedin Angelica Augustsson sicherte sich am Sonntagnachmittag zum Abschluss des 14. C.F. Bardusch Gedächtnisturniers auf dem Pforzheimer Buckenberg den Großen Preis und damit ihren dritten Erfolg seit Donnerstag.

Verdienter Lohn ihrer starken Leistung: Ein Mercedes-Benz A 180 Blue Efficiency im Wert von 25.500 Euro sowie 80 Punkte für die Weltrangliste. „Das war ein sehr wichtiger Sieg für mich, und ich bin sehr, sehr glücklich, dass Mic Mac nach langer Verletzungspause wieder zurück ist“, strahlte die Blondine. „Der Goldstadt Cup ist ein tolles Turnier, und ich komme immer wieder gerne hierher!“

Nur drei der 40 Teilnehmer blieben im Umlauf ohne Abwurf, neben der Schwedin noch Jan Vinckier (Belgien) und Markus Renzel aus Alt-Marl. Auf der 13-jährigen Fuchsstute Mic Mac du Tillard preschte Angelica Augustsson als erste Stechteilnehmerin mit forschem Tempo über die neun Sprünge und war nach fehlerfreiem Ritt in 42.99 Sekunden „zu Hause“. Noch eine Hundertstel schneller war der Belgier Jan Vinckier im Sattel der erst neune Jahre alten Stute Emilie de Diamant, doch am vorletzten Sprung fiel eine Stange, und er landete deshalb auf dem zweiten Platz – 13.000 Euro, ebenfalls ein Abwurf in 45.50 Sekunden bescherte Markus Renzel und dem zehnjährigen Holsteiner Schimmelwallach Cassydy Rang drei (9.500 Euro).

Sehr zufrieden mit dem Turnier zeigte sich zum Abschluss auch der Veranstalter. „Top-Bedingungen und ein bestens präparierter Boden sorgten dafür, dass die Pferde sehr gut sprangen“, sagte Dörte Röhling von der Turnierleitung. „Einmal mehr bestach der Goldstadt Cup durch seine einmalige Atmosphäre, das phantastische Wetter unterstützte dies noch.“ Interessante Starterfelder und zahlreiche Erfolgstrainer vor Ort, wie zum Beispiel Achaz von Buchwaldt, Henk Nooren oder Dietmar Gugler als Entdecker von Angelica Augustsson, unterstrichen zudem den Stellenwert des Turniers.

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Über treues Publikum, schwedische Dominanz und Iffezheim-Atmosphäre

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Die Turnier-Organisatoren Fritzi Speidel-Zachmann und der Vorsitzende des Pforzheimer Reitervereins Christian Kraus. Foto: PZ

PZ: Frau Speidel-Zachmann, wie haben Sie den 14. Goldstadt Cup erlebt?

Fritzi Speidel-Zachmann: Auf alle Fälle sehr positiv, was die Zuschauer-Zahlen anbelangt. Wir haben mehr Eintritts-Karten als im letzten Jahr verkauft. Die 10000er-Marke ist definitiv geknackt worden. Außerdem gefällt mir am Pforzheimer Publikum, dass es bei jedem Reiter mitfiebert und auch großen Sachverstand an den Tag legt.

PZ: Herr Kraus, was nehmen Sie vom Turnier mit?

Christian Kraus: Der Tod unseres Turnier-Mitbegründers Carl Fritz Bardusch wirkt für alle noch nach. Daran hängen viele Emotionen. Aber der Goldstadt Cup wird in seinem Sinn fortgeführt. Das spürt man bei jedem der 150 Helfer. Michael Walter muss ich besonders hervorheben. Unser Reitlehrer ist unverzichtbar für das Turnier und den Verein. Er sorgt dafür, dass alles glatt läuft. Und es ist enorm schwer, das hohe Niveau zu halten.

PZ: In diesem Jahr haben vor allem die Schweden mit Douglas Lindelöw und Angelica Augustsson auf dem Buckenberg geglänzt. Wie überraschend kam das?

Speidel-Zachmann: Das waren erstklassige Vorstellungen. Von Lindelöw am Samstag, aber auch von Augustsson im Großen Preis am Sonntag. Dabei hat man gesehen, wie Pferd und Reiter eine perfekte Kombination ergeben können. Ihre Stute Mic Mac du Tillard gilt als schwierig. Aber Augustsson hat das gewisse Händchen. Sowas macht den Reitsport aus.

PZ: Stichwort Andy Candin. Der gebürtige Rumäne startet seit 2013 für den Pforzheimer Reiterverein, ist beim Großen Preis aber gestürzt. Wie ist das aus Reitersicht zu erklären?

Kraus: Es war tragisch, dass das ausgerechnet ihm passieren musste. Der Erwartungsdruck war sicher vorhanden. Einem Reiter kann das aber jederzeit passieren. Er hat sich am Hals verletzt. Es ist aber nicht schlimm. Am Sonntagabend hat er schon wieder ein Steak verputzt. An ihm werden wir noch viel Freude haben.

PZ: Von Iffezheimer Atmosphäre haben Zuschauer geschwärmt. Gefällt Ihnen der Vergleich?

Kraus: Durchaus. Denn auch der gesellschaftliche Aspekt gehört beim Goldstadt Cup dazu. Es geht hier nicht nur um das Sportliche, sondern auch um Wohlfühl-Atmosphäre. Man trifft sich und es gehört zum guten Ton, dabei zu sein. Den Vergleich nehme ich als Kompliment. Und er zeigt, dass der Goldstadt Cup die Leute auf seine Art begeistert.

PZ: Reitsport-Legende Hans Günter Winkler als Sportchef des Goldstadt Cups war diesmal aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Wie geht es ihm?

Speidel-Zachmann: Er ist mittlerweile 87 Jahre alt und muss auf sich achten. In zwei Wochen ist das Turnier in Aachen. Bei diesem Turnier besteht Anwesenheitspflicht.

Autor: Das Gespräch führte Peter Hepfer | Zum Artikel von pz-news »

Pferde, Promis und Prosecco beim Goldstadt-Cup

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Das Accessoire Nummer eins beim „Goldstadt Cup“ war diesmal die Sonnenbrille. Während es sich ein Teil der Gäste im Schatten der Bäume gemütlich machte, hielten sich andere in den VIP-Zelten auf und verfolgten von dort aus das Turniergeschehen. Unverzichtbar war dabei natürlich der Smalltalk. Und so erzählte manch eine Persönlichkeit eine Anekdote aus ihrer Turniergeschichte.

Sparkassen-Vorstandsmitglied Hans Heiner Bouley zum Beispiel hatte bis zum Jahr 2001 eigentlich nie etwas mit dem Event zu tun. „Zugegeben, ich habe schon etwas Angst vor den Pferden. Den Reitsport an sich finde ich jedoch sehr ästhetisch. Deshalb genieße ich das Zuschauen umso mehr.“

Organisatorin Fritzi Speidel-Zachmann erinnert sich noch gut an das Jahr 2002, als das Gelände noch ein Grasplatz war: „Es hat damals so geregnet, dass der Platz quasi abgesoffen ist. Danach wurde aber alles geändert.“

Legendäre Begegnungen

Das Treffen mit der Springreitlegende Hans Günter Winkler hat den ehemaligen Sparkassenchef Jürgen Teufel damals überzeugt, das Turnier aufzuwerten. „Ihn habe ich auch mit Udo Lindenberg zusammengebracht“, blickt er zurück. Von der ersten Sekunde an hätten sich die beiden gut verstanden.

„Wir sind jedes Jahr gern dabei“, sagt Marcus Mohr (Victor Mayer). „Es ist ein Flair wie in England oder in den Rosamunde Pilcher Filmen. Man ist draußen, macht sich schick – das verleiht Pforzheim etwas von Baden-Baden oder Iffezheim.“ Zudem habe seine Tochter Anastasia Mohr auf dem Buckenberg für den Reitsport Feuer gefangen. Drei Plüsch-Pferde hatte sie dabei, „aber die werfen immer die Gläser vom Tisch“.

A propos werfen – dazu passt auch die Anekdote von Sparkassenchef Stephan Scholl: „Als ich hier zum ersten Mal einen Preis übergeben musste, habe ich verzweifelt versucht, Debbie Winkler einen Wellendorff-Ring zu übergeben. Ich hatte solchen Respekt vor dem Pferd, dass ich ihr den Ring quasi zugeworfen habe.“

Das wäre der CDU-Stadträtin und Pferdenärrin Christine Stavenhagen wohl nicht passiert: „Als junges Mädchen habe ich jedes Turnier von Hans Günter Winkler im Fernsehen angeschaut. Hier konnte ich ihn dann endlich einmal persönlich treffen.“

Einer, der auch seit vielen jahren die Wettbewerbe begleitet, ihr Turnierarzt Hans-Günther Coerper. Die Reiter sind jedoch so gut, dass ihnen fast nie etwas passiert. „Ich stamme selbst aus einer Reiterfamilie, und jeder hat sich mal irgendwas getan – außer mir“, verrät der Mediziner.

Hans Schweizer, Ehrenpräsident des Reitervereins, schwärmt heute noch von der Idee für den Umbau und die Aufwertung des Platzes: „Nur hatte ich danach die ganzen baulichen Dinge am Hals. Gott sei Dank!“ Und noch etwas wird er wohl nie vergessen: „Als ich damals Udo Lindenberg begrüßen sollte, war ich eher skeptisch. Doch er ging so freundlich auf mich zu, dass alle Vorurteile sofort weg waren.“

Den Sänger hat auch Wolfgang Ritz, Chef des Hauptsponsors S&G Automobil AG, noch schwärmend in Erinnerung: „Toll war, als Udo Lindenberg meine Frau nach ihrem Lieblingslied von ihm gefragt hat. Und dann hat er innerhalb kürzester Zeit ein Bild davon für sie gemalt.“

Schicke Hostessen

Modedesignerin Wibke Eberlein war 2012 zum ersten Mal beim „Goldstadt Cup“. Und dieses Mal stattete sie die Hostessen für die Siegerehrungen mit ihren Zauberdirndln aus. „Der Reitsport selbst ist aber nichts für mich. Die Pferde sind mir einfach zu groß“, gesteht sie.

Für Tourismusdirektor Wolfgang M. Trautz bedeutete der Turnierstart, dass es dann meist drei Tage Regenwetter gibt.“ Diesmal hatten die Beteiligten jedoch Glück. Seine älteste Turniererinnerung hat er erst neulich wieder gefunden: „Es ist ein alter Zeitungsausschnitt von 1990, das mich hier mit meinem ältesten Sohn zeigt.“

Auch PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer mischt sich immer wieder gern ins Publikum. Seiner Meinung nach habe das Turnier über all die Jahre immer eine Steigerung erfahren und seinen privaten Charme erhalten. Doch zwei Persönlichkeiten fehlten ihm dieses Mal besonders: der erkrankte Hans Günter Winkler und der verstorbene Fritz Bardusch.

Autor: Daniela Kneis | Zum Artikel von pz-news »


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S&G Goldstadt Cup: Schwedische Festspiele

GSC-PZ01_719264_1_detail_51b8a955d3495_S_G_Goldstadt_Cup_18_Nationen_auf_dem_BuckenbergDa sage mal noch einer, die Schweden könnten sportlich nichts außer Skilaufen, Eishockey und Tennis. Nein, Reiten können sie auch. Davon konnten sich am Wochenende die Zuschauer beim S&G Goldstadt Cup der Springreiter überzeugen. Denn Angelica Augustsson gewann mit einer überzeugenden Leistung den Großen Preis beim C.F. Bardusch Gedächtnisturniers.

Auf ihrer Fuchsstute Mic Mac du Tillard blieb sie als einzige von drei Teilnehmern im Stechen fehlerfrei und durfte sich über den Hauptpreis, eine neue A-Klasse von Mercedes Benz im Wert von 25000 Euro sowie über 80 Punkte für die Weltrangliste freuen. Zuvor hatte sie schon den Auftakt der Großen Tour am Freitag gewonnen, am Samstag trumpfte ihr Landsmann Douglas Lindelöw mit zwei Siegen auf.

Aber am Ende war es das Turnier von Angelica Augustsson. „Ich bin sehr, sehr glücklich, dass Mic Mac nach langer Verletzungspause wieder zurück ist“, strahlte die Blondine. „Der Goldstadt Cup ist ein tolles Turnier, und ich komme immer wieder gerne hierher!“

Auf dem Weg ins Stechen waren die Hürden beim Großen Preis 2013 sehr hoch. Parcours-Designer Christian Wiegand hatte eine Abfolge von 13 Hindernissen aufgebaut, die es in sich hatte. Erst wurde der Steilsprung Nummer fünf nach einer scharfen Rechtskehre vielen zum Verhängnis, dann die zweifache Kombination (Nummer sieben) und zu guter Letzt die Querpassage über den ganzen Platz mit zwei Oxern, die einen Steilsprung einrahmten (Nummer acht bis zehn). Nur drei der 40 Teilnehmer blieben im Umlauf ohne Abwurf, neben der Schwedin noch Jan Vinckier (Belgien) und der Deutsche Markus Renzel.

Auf der 13-jährigen Fuchsstute Mic Mac du Tillard preschte Angelica Augustsson als erste Stechteilnehmerin über die neun Sprünge und war nach 42,99 Sekunden fehlerfrei „zu Hause“. Noch eine Hundertstel schneller war der Belgier Jan Vinckier im Sattel der erst neun Jahre alten Stute Emilie de Diamant, doch am vorletzten Sprung fiel eine Stange, und der Belgier landete deshalb auf dem zweiten Platz – 13000 Euro und 70 Zähler für die Weltrangliste waren aber ein dickes Trostpflaster. Ebenfalls ein Abwurf in 45.50 Sekunden bescherte Markus Renzel (Oer-Erkenschwick) und dem zehnjährigen Holsteiner Schimmelwallach Cassydy Rang drei, dafür gab es 9500 Euro und 60 Punkte.

Angelica Augustsson war nach dem Großen Preis doppelt glücklich, denn ihre Stute Mic Mac du Tillard war zuletzt ein Jahr verletzt ausgefallen. Sie sei von ihren Gefühlen übermannt, gestand die zierliche und sympathische Siegerin ein und schickte eine Liebeserklärung an das Pferd hinterher: „Mic Mac ist nicht einfach zu reiten. Wir hatten viele Höhen und Tiefen. Aber im Ring gibt sie immer alles.“

Ehrung und Sturz

Alles geben wollte im Großen Preis auch Andy Candin. Der Rumäne, der seit diesem Jahr für den Pforzheimer Reiterverein antritt, hatte ebenfalls einen Sonntag mit Höhen und Tiefen. Erst bekam er auf dem Turnierplatz vor großer Kulisse in einer emotionalen Zeremonie sein Goldenes Reitabzeichen überreicht, weil er inzwischen zehn Siege bei großen Springen geschafft hat. Die Auszeichnung widmete er seiner Erfolgsstute Remember Z, die am 1. Mai überraschend gestorben war.

Nachdem er am Freitag in Pforzheim schon ein Springen gewonnen hatte, wollte er gestern nachlegen – und wollte vielleicht zuviel. Sein Schimmelwallach Caruso verpasste den Absprung vor Hindernis 3, Candin stürzte und musste ärztlich behandelt werden. Er hatte Schluckbeschwerden, möglicherweise hatte er sich mit dem Gurt seines Helmes am Hals verletzt.

Erstmals ohne HGW

Candin war nicht der einzige Reiter, der den Umlauf des Großen Preises nicht zu Ende ritt. Zehn der 40 Starter gaben vorzeitig auf. Doch auch sie wurden bei strahlendem Sonnenschein von der großen Kulisse mit Applaus verabschiedet. „9500 Karten haben wir losbekommen“, verkündete Fritz Speidel-Zachmann stolz.

Die Turnierleiterin hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun, denn der sportliche Leiter der Veranstaltung, Hans Günter Winkler, fehlte erstmals beim Goldstadt Cup. Der 86-Jährige HGW wollte unbedingt nach Pforzheim kommen, wurde aber krank und blieb deshalb lieber daheim. So verpasste Winkler auch den Erfolg von Gert-Jan Brugging (Niederlande) auf Cash Junior im Preis der E-Mobile (Finale der Mittleren Tour). Der „fliegende Holländer“ maß sich mit gleich 16 Konkurrenten im Stechen – und war in 44,75 Sekunden der Schnellste, gefolgt von Andreas Kreuzer (Marienheide) auf Baquita (45,18) und dem Schweden Douglas Lindelöw auf Casello (46,26).

Ach, übrigens: Schwedinnen können auch Rallyefahren. Denn so flott, wie Angelica Augustsson mit ihrem Hauptpreis – einer Mercedes A-Klasse – nach der Siegerehrung die Ehrenrunde drehte, hat man bislang auf dem Buckenberg noch niemand auf vier Rädern durch den Parcours driften gesehen. Es scheint, als könne die Schwedin alles – außer Hochdeutsch. Denn das Angebot von Turniersprecher Christian Graf Plettenberg, ihre Ansprache bei der Siegerehrung auf deutsch zu halten, lehnte sie mit einem schüchternen Lächeln und einem Kopfschütteln ab. Sie sagte lieber auf englisch danke.

Autor: Udo Koller | Zum Artikel von pz-news »

55 Reiter aus 18 Nationen beim Pforzheimer Reitturnier

PK_718394_1_detail_51b5f8f226e4b_S_G_Goldstadt_Cup_55_Reiter_aus_18_Nationen_beim_Pforzheimer_ReitturnierPforzheim. Am kommenden Sonntag wird Wolfgang Ritz wieder eine kleine Runde mit dem Auto drehen. Dass der Vorstandsvorsitzende eines mittelständischen Unternehmens aus der Automobilbranche Auto fährt, ist an sich nicht ungewöhnlich. Und doch ist diese kleine Runde immer etwas Besonderes. Chauffiert wird Ritz dann nämlich von einem Reiter oder einer Reiterin, genauer gesagt, dem Sieger des Großen Preises beim Pforzheimer Reitturnier, das seit dem Jahr 2012 im Gedenken an den verstorbenen Mitbegründer der Veranstaltung „C.F. Bardusch Gedächtnisturnier“ heißt.

Schon seit vielen Jahren ist Wolfgang Ritz der Beifahrer, wenn es nach dem Großen Preis auf dem Platz des Pforzheimer Reitervereins auf dem Buckenberg rund geht. Dabei habe er auch das eine oder andere mal schon „dem Tod ins Auge geblickt“, wie er lachend erzählt. Zum Beispiel vor vier Jahren, als der 18-jährige Ägypter Abdel Said am Steuer saß. „Da stand plötzlich die Frage im Raum, ob der junge Mann auch einen Führerschein hat“, berichtet Wolfgang Ritz schmunzelnd.

Ein Auto und viel Geld

Der wagemutige Beifahrer nimmt solche Risiken aber gerne in Kauf. Schließlich ist er Chef des Hauptsponsors S&G Automobil AG, der Hauptpreis – ein Mercedes der A-Klasse im Wert von 25000 Euro – kommt ebenso von seinem Unternehmen wie die weiteren 45000 Euro Preisgeld für den wichtigsten Wettbewerb der viertägigen Veranstaltung, die von Donnerstag bis Sonntag dieser Woche erneut auf dem Buckenberg über die Bühne geht.

Zur Pressekonferenz für das sportliche Großereignis mit den schnellen Pferden trafen sich die Vereinsverantwortlichen und die Sponsoren jetzt im S&G-Autohaus im Brötzinger Tal in Pforzheim. „Das Turnier zählt zum absoluten sportlichen Highlight in Pforzheim“, freut sich Oberbürgermeister Gert Hager auf die Veranstaltung, deren Renommee auch auf die Stadt abstrahle. Stephan Scholl, Vorstandsvorsitzender des Sponsors Sparkasse Pforzheim-Calw, ist froh, „dass das Turnier in der Stadt angekommen ist und die Menschen begeistert“. Sein Geldinstitut verschenkt wieder zahlreiche Freikarten an Schülerinnen und Schüler.

Neu im Sponsorenpool des Reitturniers ist die Firma C.Hafner. Der Betrieb aus der Edelmetallbranche hat eine sehr persönliche Beziehung zum Reitsport. Robert Hafner, Sohn des Firmengründers Carl Hafner, war eine der Gründungsväter des Pforzheimer Reitervereins und 17 Jahre Vorsitzender auf dem Buckenberg. „Wir machen das aus Überzeugung“, sagt Brigitta K. Hafner von der Geschäftsleitung.

Den sportlichen Reiz des Turniers, dessen Prüfungen mit rund 150000 Euro dotiert sind, macht die Tatsache aus, dass es in drei Prüfungen auch Weltranglistenpunkte zu gewinnen gibt. Insgesamt starten bei den Hauptspringen 55 Reiterinnen und Reiter aus 18 Nationen. Auch wenn viele Spitzenreiter international bei hochkarätigen Wettbewerben unterwegs sind, kann auch das Pforzheimer Turnier auf einige interessante Starter verweisen, wie Fritzi Speidel-Zachmann von der Turnierleitung berichtet.

Lars Nieberg als Dauergast

Der bekannteste Name ist sicherlich Lars Nieberg (Homberg/Ohm). Der zweifache Olympiasieger ist Dauergast auf den Buckenberg und hat 2004 auch schon einmal den Großen Preis von Pforzheim gewonnen. Für Klasse-Reitsport stehen aber auch der niederländische Welt- und Europameister Albert Zoer, die Schwedin Angelica Augustsson oder Ramzy Alduhami aus Saudi-Arabien, der immerhin Olympia-Bronze sein eigen nennt. Aus deutscher Sicht darf man auch auf den Auftritt der frischgebackenen deutschen Meister Daniel Deußer (Meise/Belgien) und Eva Bitter (Bad Essen) gespannt sein, die sich am Wochenende in Balve die Titel sicherten. Und dann geht auch noch ein echter Lokalmatador an den Start. Denn Andy Candin startet seit diesem Jahr für den Pforzheimer Reitverein. Der Pferdesportler aus dem schwäbischen Niederstotzingen, der rumänische Wurzeln hat, wird am Wochenende auf dem Buckenberg ebenfalls seine Pferde satteln.

Autor: Udo Koller | Zum Artikel von pz-news »

Buckenberg wichtige Station auf dem Weg zur Europameisterschaft

Noch wenige Wochen bis zum Ertönen der ersten Startglocke, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Der 14. S&G Goldstadt Cup – „C.F. Bardusch Gedächtnisturnier“ findet vom 13. bis 16. Juni 2013 auf dem Pforzheimer Buckenberg statt.

Für die internationalen Reiterinnen und Reiter ist das Drei-Sterne-CSI des Pforzheimer Reitervereins (PFRV) eine wichtige Station auf dem Weg zu den Europameisterschaften im dänischen Herning (19.-25. August 2013), außerdem können sie in Pforzheim in drei Prüfungen wertvolle Weltranglistenpunkte holen.

Einen Wechsel gab es im Sponsorenpool des S&G Goldstadt Cup: An die Stelle der Firma Bardusch tritt die Firma C. HAFNER, die als einer der führenden europäischen Lösungsanbieter und Dienstleister im Bereich der Edelmetalltechnologie an vier Standorten rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Robert Hafner gehört 1934 zu den Mitbegründern der Pforzheimer Reitturniere, nach ihm hat der PFRV auch einst seine neue Reithalle benannt.

Die zehn internationalen Springprüfungen des CSI-3* und des CSIYH-1* in Pforzheim sind mit insgesamt knapp 150.000 Euro dotiert, der Sieger im Großen Preis der S&G Automobil AG erhält einen Mercedes-Pkw im Wert von 25.000 Euro. Trotz zahlreicher, höher dotierter Konkurrenzturniere – zum Beispiel in Cannes/Frankreich (CSI-5*) und Calgary/Kanada (CSI-4*) – haben die begehrten und wertvollen Weltranglistenpunkte, die es bei dem Pferdesport-Highlight des Pforzheimer RV in drei Prüfungen zu holen gibt, große Anziehungskraft auf die Spitzenreiter. Außerdem bietet die Youngster-Tour, neben der Großen Tour und der Mittleren Tour, die Gelegenheit, nicht nur die Top-Pferde zu satteln, sondern auch die sieben- und achtjährigen Nachwuchspferde.

C. F. Bardusch Gedächtnisturnier 2013 —Internationales Pforzheimer Reit- und Springturnier

Die 14. Auflage des S&G Goldstadt Cup wird auch in diesem Jahr Maßstäbe setzen. Das internationaledrei-Sterne-Turnier mit Weltranglistenrelevanten Springprüfungen wird ergänzt durchhochwertige internationale Amateurprüfungen.

Das verspricht ein erstklassiges und abwechslungsreiches Teilnehmerfeld und wird der Veranstaltung sportlich wie auch gesellschaftlich eine interessante Note geben. Der Besucher kommt den reitenden Stars „zum anfassen nah“, wie sonst auf keinem anderen Reitturnier seiner Klasse.

Das Rahmenprogramm reicht von kulinarischen Genüssen aller Art über Kinderreiten, Kinderschminken bis hin zum großen Ausstellerpark, der mehr bedient als „alles rund ums Pferd“. Mit etwas Glück kann man am Sonntagnachmittag per Los eine AIDA-Seereise gewinnen.

Der Eintritt ist am Donnerstag, 13.6. und Freitag, 14.6. frei. Am Samstag, 15.6. und Sonntag 16.6. kostet die Tageskarte nur 5,- Euro, Jugendliche unter 12 Jahren sind frei. Aktuelles zum 14. Goldstadt Cup 2013 erfahren Sie wie gewohnt über diese Webseite.